Die Tage werden kürzer, es wird kälter. Gerade im Herbst ist viel Raum für Liebe und Lust. Und für Safer Sex. Was bedeutet das?
Safer Sex ist: Analverkehr nur mit Kondom.
Sperma ist sehr infektiös und die Darmschleimhaut bietet eine gute Angriffsfläche. Darum ist gerade der Analverkehr so gefährlich. Auch der aktive Partner kann sich bei einem positiven passiven Partner anstecken.
Safer Sex ist: Wasserlösliches Gleitgel.
Kondome werden durch fetthaltige Gleitmittel porös. Ein Kondom in Kombination mit Vaseline oder Öl zum Beispiel ist als Schutz nicht mehr geeignet.
Safer Sex ist: Kein Sperma im Mund.
Auch beim Oralverkehr ist Vorsicht angebracht. Mund- und Rachenraum bieten mögliche Eintrittspforten für das HI-Virus. Insbesondere, wenn Verletzungen in der Mundhöhle dazukommen. Um hier ganz sicher zu gehen, ist ein Kondom wichtig.
Safer Sex ist: Richtiger Kondomgebrauch.
Natürlich schützt ein Kondom nur, wenn es richtig verwendet wird. Dazu gehört auch die Kontrolle des Ablaufdatums und eine trockene kühle Lagerung. Weiters ist zu beachten, dass das Kondom beim Herausziehen fest gehalten wird. Danach ist es vorsichtig vom Penis abzuziehen und im Hausmüll (nicht in der Toilette) zu entsorgen.
So wie im Herbst ein Sturm aufziehen kann, gibt es auch beim Sex Risikosituationen. Was ist ein Risiko und was kann man tun?
Risiko ist: Sperma im Mund.
Das Sperma darf auf keinen Fall geschluckt werden, sondern gehört sofort ausgespuckt. Danach sollte man den Mund mehrfach mit Wasser oder Alkohol spülen.
Risiko ist: Kondom geplatzt, abgerutscht oder nicht verwendet.
Penis, Eichel und Vorhaut sind gründlich mit Seife zu waschen. Es sollte keine Darmspülung vorgenommen werden, da es leicht zu Verletzungen kommt, die das Infektionsrisiko erhöhen.
Es gibt noch eine Möglichkeit: die PEP.
PEP ist: Postexpositionelle Prophylaxe.
Die PEP ist eine medikamentöse Notfallsmaßnahme. Sie ist nicht als „Pille danach“ zu verstehen und kann daher Safer Sex nicht ersetzten. Die PEP besteht aus den gleichen Medikamenten wie eine antiretrovirale Therapie. Sie muß einen Monat lang eingenommen werden und es sind strikte Einnahmekriterien zu beachten. Dabei kann es durchaus zu Nebenwirkungen kommen. Die PEP ist nur dann wirkungsvoll, wenn sie im Laufe der ersten Stunden (maximal 48) nach der Risikosituation begonnen wird. Der Weg zu einer Beratungsstelle ist daher schnellstens zu gehen.
Ansprechpartner in Wien:
AKH Wien, Abteilung für Immundermatologie, Lazarettgasse 14, 1090 Wien
SMZ Otto-Wagner-Spital, Immunambulanz, Sanatorumstrasse 2, 1140 Wien
Praxisgemeinschaft Dr. Horst Schalk, Zimmermannplatz 1, 1090 Wien
Mit Safer Sex ist man auf der sicheren Seite und hat gewonnen.
Hier kann man auch gewinnen: bei einem Preisausschreiben!
Beantworte unsere Gewinnfrage und gewinne 2x2 Karten für die Weihnachtsfahrt vom Club Kreativ am 16. Dezember 2007!
Gewinnfrage: „Herbstzeit ist .......?“ Antwort: „S.... Sex-Zeit!“
Schicke eine E-Mail mit der richtigen Antwort an: herbstzeit@aids.at
Einsendeschluß ist der 20. November 2007
Die Verlosung erfolgt unter Ausschluß des Rechtsweges. Die Gewinne werden nicht in bar ausbezahlt. MitarbeiterInnen der Aids-Hilfe Wien und des Club Kreativ, sowie deren Angehörige, sind von der Teilnahme ausgeschlossen.
Text: Mag. Birgit Leichsenring